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Bürgermeister besuchte DaZ-Zentrum in der Bugenhagenschule

Die Zahl der Flüchtlingskinder, die derzeit in deutsche Schulen integriert werden, nimmt zu. Von dieser Entwicklung sind die Schulen in Schleswig nicht ausgenommen. Der Schlüssel zu jeder Art von Vermittlung ist die Sprachkompetenz. Daher gilt es, den Kindern zunächst die deutsche Sprache altersgerecht zu vermitteln, um ihnen damit die Integration in das deutsche Schulsystem zu erleichtern.

Um den besonderen Anforderungen für diese Schülerinnen und Schüler zu entsprechen, gibt es die sogenannten DaZ-Klassen an der Bugenhagenschule, an der St. Jürgen-Schule und an der Dannewerkschule. Hinter der Abkürzung verbirgt sich der Begriff „Deutsch als Zweitsprache“. In den drei DaZ-Zentren der Schleswiger Schulen werden zurzeit 268 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, davon jeweils 82 in den Grundschulen und 104 in der Gemeinschaftsschule.
Um sich vor Ort über die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer in den DaZ-Zentren sowie über die Situation an der Schule einen Eindruck zu verschaffen, hat Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen dem DaZ-Zentrum in der Bugenhagenschule am Freitag, dem 20. November,  einen Besuch abgestattet.
Hier gibt es bereits im dritten Jahr ein DaZ-Zentrum, in dem Schülerinnen und Schüler aus vielen Nationen die deutsche Sprache lernen. Fast 30 von ihnen sind erst in den letzten Monaten, Wochen oder Tagen in das DaZ-Zentrum gekommen. Zunächst können sie kein Wort Deutsch. Sie lernen aber schnell die Sprache, fügen sich meist problemlos in den Schulalltag ein und machen gute Fortschritte. Sie bringen eine bunte Vielfalt in die Schule und auch die deutschsprachigen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer lernen viel von ihnen.

Bis zu zehn Stunden in der Woche werden sie in Gruppen von zehn bis 15 Schülern im DaZ-Zentrum unterrichtet. Jedes Kind arbeitet individuell und in seiner Geschwindigkeit an verschiedenen Arbeitsplänen. Aber auch bei gemeinsamen Kreisgesprächen und Spielen wird die deutsche Sprache ständig geübt und gefestigt.

Jedes Kind aus dem DaZ-Zentrum ist einer Klasse der Schule zugeordnet und verbringt hier mit der Arbeit an individuellen Plänen die übrigen Unterrichtsstunden. Im Fach Mathematik arbeiten sie im Klassenverband mit, sofern sie in ihrem Heimatland bereits zur Schule gegangen sind.

Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen nutzte seinen Besuch, um sich den Unterricht im DaZ-Zentrum anzuschauen. DaZ-Lehrerin Christiane Zeitz-Balduhn gab einen Einblick in die Unterrichtsmethoden, die sich zwar spielerisch und abwechslungsreich darstellen, aber auch von klaren Strukturen und Regeln geprägt sind. Der humanitäre Ansatz des Miteinanders an der Bugenhagenschule zeigt sich besonders in den häufigen direkten Ansprachen der Schülerinnen und Schüler, die dadurch schon nach kürzester Zeit die Integration in die Gemeinschaft schaffen.

Der Dank des Bürgermeisters galt besonders den Lehrkräften und der Schulleiterin Maike Rickertsen. „Sie alle leisten hier vorbildliche, nicht zu unterschätzende integrative Arbeit, die sich zukünftig für jedes einzelne Kind und für die Gesellschaft auszahlen wird“. Die konzentrierte Atmosphäre und das freundliche Miteinander im DaZ-Zentrum nahm er als positiven Eindruck mit.

 

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