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Landestheater GmbH: Stadt Schleswig berät über zukünftigen Gesellschafterbeitrag

Der Kultur-, Sport- und Tourismusausschuss (KST-Ausschuss) der Stadt Schleswig hat sich in einer Sitzung am 7. November 2016 über den zukünftigen Gesellschafterbeitrag der Stadt Schleswig in der Schleswig-Holsteinischen Landestheater und Sinfonieorchester GmbH beraten. Die Kommunalpolitik hatte bereits im April 2015 über den weiteren Verbleib der Stadt in der Landestheater GmbH einen positiven Beschluss gefasst. Da die Stadt mit Mitte des Jahres 2019 nicht mehr als Hauptgesellschafter der Landestheater GmbH auftritt, muss daher bis Ende Mai 2017 der Gesellschafterbeitrag für die Zeit ab 2019 neu festgelegt werden.
Als Grundlage für die Beratung stellte Generalintendant Peter Grisebach drei mögliche Modelle vor. Diese Modelle umfassen
– eine kleine Lösung mit einem Gesellschafterbeitrag wie bei vergleichbaren „Abstecherorten“
– eine mittlere Lösung mit einem Gesellschafterbeitrag von 290.000 € sowie
– eine große Lösung mit einem Gesellschafterbeitrag von 390.000 €.
Dabei würde die große Lösung auch Aufführungen des Musiktheaters und des Balletts einschließen und eine entsprechende Spielstätte voraussetzen.
Die Mitglieder des Ausschusses berieten eingehend über die dargestellten Lösungsmodelle. Eine wesentliche Rolle spielten die finanziellen Möglichkeiten der Stadt Schleswig für die Schaffung einer Spielstätte. Das Ende 2015 gekaufte Gelände des Mannschaftsheimes auf der Freiheit wurde als Standort nicht mehr in Frage gestellt. Statt eines Umbaus gehen die derzeitigen Planungen jedoch in Richtung eines Theatersaales als Anbau an das Bestandsgebäude mit Renovierung des Mannschaftsgebäudes, um die dortigen Räume mit zu nutzen.
Für die weitere politische Beratung im KST-Ausschuss und in der Ratsversammlung wurde die gemeinsame Empfehlung ausgesprochen, dem Land Schleswig-Holstein folgendes Signal zu senden:

1. Die Stadt Schleswig spricht sich deutlich für ein Drei-Sparten-Theater aus.

2. Unter der Annahme, dass die Baumaßnahmen deutlich unter 10 Mio. € kosten werden, erklärt die Stadt Schleswig, wie bisher einen Eigenanteil von 5 Mio. € maximal zur Verfügung zu stellen.

3. Über die Höhe des Gesellschafterbeitrages wird die Kommunalpolitik noch abschließend beraten.
Diese Empfehlung wurde von den vier Fraktionen und den anwesenden Einzelvertretern der Schleswiger Ratsversammlung getragen.

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