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Winterdienst in Schleswig

Wie ist der Winterdienst und die Schneeräumpflichten in Schleswig geregelt?

Die kalte Jahreszeit beginnt wieder und somit stellen sich wieder viele Schleswiger/innen die Frage wie eigentlich der Winterdienst in Schleswig geregelt ist.

Wann muss geräumt bzw. gestreut werden?
Grundsätzlich hat sich die Streu- und Räumpflicht dem Verkehrsbedürfnis anzupassen. Nach dem Ortsrecht der Stadt Schleswig muss die Anliegerfläche bis 08:00 Uhr abgestreut sein. Neuschnee ist in der Zeit von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr nach beendeten Schneefall unverzüglich zu entfernen.  Nach 20:00 Uhr gefallener Schnee bzw. Eisglätte muss am Folgetag mit Beginn des Tagesverkehrs bis 8:00 Uhr geräumt bzw. abgestreut sein.

Wer hat Radwege zu räumen/abzustreuen?
Dies ist an der jeweiligen Ausschilderung, nicht aber am baulichen Zustand zu erkennen:
Bei gemeinsamen Rad- und Fußwegen ist von den Anliegern Schnee und Eis zu beseitigen. Dies ist an den Schildern zu erkennen, bei denen ein waagerechter Strich die Fußgänger und Radfahrer trennt (Verkehrszeichen 240). Dies gilt auch in allen Fällen, wo keine Radwege ausgeschildert sind.Wenn das Verkehrsschild einen getrennten Rad- und Fußweg ausschildert (ein senkrechter Strich trennt den Fußgänger vom Radfahrer, Verkehrszeichen 241), dann ist der Anlieger nur für den Fußweg zuständig, die Stadt räumt den Schnee auf dem Radweg.

Verkehrszeichen 240

Verkehrszeichen 240

Verkehrszeichen 241

Verkehrszeichen 241


Wie breit muss der Weg geräumt werden?
Die Gehwege sind in einer für den Fußgängerverkehr erforderlichen Breite von Schnee freizuhalten, mindestens jedoch in einer Breite von 1,50 Meter.

Wo räume ich den Schnee hin?
Schnee und Eis sind auf dem an der Fahrbahn grenzenden Drittel des Gehweges oder einem Seitenstreifen zu lagern. Wo das nicht möglich ist, können Schnee und Eis auch auf dem Fahrbahnrand gelagert werden. Der Fahr- und Fußgängerverkehr darf hierdurch aber nicht gefährdet werden. Von den anliegenden Grundstücken darf kein Schnee auf die Straße gebracht werden.

Was ist bei Bushaltestellen zu beachten?
An Omnibushaltestellen sind grundsätzlich die Anlieger streupflichtig. Dem Omnibusunternehmen obliegt keine primäre Verpflichtung, die zum Aus- und Einsteigen benutzten Teile des Bürgersteigs bei Schnee- und Eisglätte zu streuen. Bei sogenannten Bus-Caps gelten jedoch besondere Regelungen.

Darf ich Tausalz verwenden?
Aus Umweltschutzgründen ist die Anwendung von reinem Tausalz nicht zugelassen. Die häufige Anwendung oder starke Konzentration haben katastrophale Folgen: Die Taustoffe führen zur Versalzung des Bodens und schädigen dann insbesondere die Straßenbäume und anderes Straßenbegeleitgrün. Das Grund- und damit Trinkwasser wird mit Chloriden belastet. Es kommt zu Korrosionsschäden an Kraftfahrzeugen, Betonfahrbahnen und –brücken. Hunde leiden an den Verätzungen ihrer Pfoten.Im Regelfall wird im städtischen Winterdienst deshalb Sand als abstumpfender Stoff auf die Straßen gestreut. Nur zur Erhaltung der Streufähigkeit enthält dieser ca. 10 v. H. Salz. Für die Bürgersteige können laut Satzung Sand, Splitt, Kies oder andere Granulate verwendet werden. Als Streugut darf auch Sand aus dem Spielkasten der städtischen Spielplätze genutzt werden.

Quelle: Stadt Schleswig

 

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